Gefälle bezeichnet den Höhenunterschied einer Fläche oder Leitung über eine bestimmte Länge. Am Dach sorgt es dafür, dass Niederschlagswasser zu Rinnen, Kehlen oder Abläufen fließt und sich möglichst wenig dauerhaftes Restwasser bildet.
Was ist Gefälle? Funktion und Einordnung
Das Gefälle steuert die Wasserführung und beeinflusst Abdichtung, Entwässerung, Nutzschichten und Detailhöhen. Es kann durch Tragkonstruktion, Gefälledämmung oder Estrich erzeugt werden.
Anwendung in der Praxis
Hoch- und Tiefpunkte werden geplant, Höhen überprüft und Abläufe an den tatsächlichen Tiefpunkten angeordnet. Toleranzen, Durchbiegung und Aufbauten über der Abdichtung sind mitzurechnen.
Einheiten, Varianten und Einordnung
Gefälle wird in Prozent, Grad oder als Verhältnis angegeben. Flächengefälle und Leitungsgefälle erfüllen unterschiedliche Aufgaben und dürfen nicht verwechselt werden.
Worauf ist in der Praxis zu achten?
Ein rechnerisches Gefälle garantiert noch keinen freien Ablauf, wenn Toleranzen oder Verformungen Gegengefälle erzeugen. Anschlusshöhen und Barrierefreiheit müssen gemeinsam geplant werden.

