Löten ist ein Fügeverfahren, bei dem ein geschmolzenes Lot metallische Bauteile verbindet, ohne die Grundwerkstoffe vollständig aufzuschmelzen. Im Spenglerhandwerk wird vor allem weichgelötet, etwa an Rinnen, Fallrohren und Anschlussblechen.
Was ist Löten? Funktion und Einordnung
Das Lot benetzt vorbereitete Metalloberflächen und füllt den Lötspalt. Eine tragfähige und dichte Verbindung entsteht nur, wenn Werkstoff, Lot, Flussmittel, Spalt und Temperatur aufeinander abgestimmt sind.
Anwendung in der Praxis
Die Fügeflächen werden gereinigt, überlappt und mit geeignetem Flussmittel vorbereitet. Anschließend wird die Lötstelle gleichmäßig erwärmt, das Lot verteilt und die Verbindung nach dem Abkühlen gereinigt.
Ausführungen und Varianten
Weichlöten arbeitet mit niedrigeren Temperaturen als Hartlöten. Flamm-, Kolben- und induktive Verfahren unterscheiden sich in Wärmequelle und Einsatzbereich.
Worauf ist in der Praxis zu achten?
Zu wenig Wärme verhindert die Benetzung, zu viel Wärme kann Beschichtungen und Material schädigen. Flussmittelreste fördern Korrosion und müssen entfernt werden. Brandgefahr, Dämpfe und heiße Oberflächen erfordern geeigneten Arbeitsschutz.
Aktuelle Technik und Entwicklung
Temperaturgeregelte Lötgeräte und materialbezogene Systemempfehlungen verbessern die Prozesssicherheit. Mechanische Verbinder ersetzen Lötungen teilweise, wenn Bewegungsaufnahme oder Baustellenbedingungen dies sinnvoll machen.

